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Brauchen Fahrradträger für die AHK eine ABE?

Wer sein Fahrrad mithilfe von einem Fahrradträger transportieren möchte, muss einige Dinge bezüglich der Betriebserlaubnis (ABE) beachten. Genauere Regelungen hierzu findet man im StVZO. Bei einem  Fahrradträger handelt es sich um ein Gestellt, welches meistens auf dem Dach (Dachträger) oder am Heck (Heckträger) befestigt wird. Ein Fahrradträger wird rechtlich gesehen als eine Ladung betrachtet. Für diese Ladung ist keine ABE oder TÜV-Abnahme vorgesehen. Genauere Informationen hierzu findet man im § 30 StVZO. Dort ist auch festgehalten, dass ein Fahrradträger so lange keine Betriebserlaubnis benötigt, solange er keine Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer darstellt.

Die meisten Fahrradträger für die Anhängerkupplung renommierter Hersteller, wie zum Beispiel Atera, Eufab, Thule oder Uebler werden jedoch bereits mit einer europäischen Betriebserlaubnis geliefert, sodass sich der Endkunde normalerweise nicht um diese rechtliche Randbedingung sorgen muss. Somit wird bestätigt, dass alle relevanten Vorschriften und Regelungen für den Betrieb eines Fahrradträgers auf der Anhängerkupplung beachtet wurden.

Falls ein vorhandener Träger keine ABE haben sollte, gibt es einige Vorschriften und Regelungen zu beachten. So dürfen die Länge, Breite und Höhe des Fahrradträgers nicht die rechtlichen Richtlinien überschreiten. Zudem müssen Beleuchtungs- und Kennzeicheneinrichtungen deutlich für andere Mitfahrer erkennbar sein. Andernfalls kann einem ein Bußgeld drohen. Die Fahrräder, die mithilfe von dem Fahrradträger transportiert werden, müssen so gesichert werden, sodass sie keine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellen. Deswegen ist es wichtig, dass Du Dir den passenden Träger für deine Fahrräder aussuchst. Die maximale Stützlast bei Anhängerkupplungen sollte ebenfalls mit beachtet werden.

Auch wenn dies nicht ideal ist, kann es vorkommen, dass ein Fahrradträger die Rücksicht einschränkt. Wenn dies der Fall sein sollte, musst Du auf der rechten Seite einen zweiten Außenspiegel anbringen. Andernfalls kann Dir ebenfalls ein Bußgeld oder im schlimmsten Fall auch Punkte bei Flensburg drohen.

 

Achtung: Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung oder die Grundlage für eine technische Freigabe eines Produkts oder einer Handlung, sondern bildet den Stand unserer Recherche zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ab. Da auch der rechtliche Rahmen Änderungen unterworfen ist, sollte vor irgendwelchen Entscheidungen, immer eine eigene Prüfung der aktuellen Rechtslage erfolgen. Für Privatpersonen gilt das insbesondere vor Fahrten ins Ausland. Wir sind jedoch bemüht korrekte Informationen zu präsentieren

Bildquelle: Foto erstellt von jcomp – de.freepik.com


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Kommentare

Karl-Heinz Schneider 7. Februar 2021 um 17:30

Ich möchte demnächst einen Träger für zwei eBikes kaufen. Das geeignete Modell zu finden, ist leider ziemlich problematisch. Die Stützlast meines PKW beträgt nur 65 kg, der D-Wert der AHK ist 7,1 kN und das Gewicht der beiden eBikes ohne Akkus beträgt 46,2 kg. Die Webseite empfiehlt bei diesen Daten eigentlich nur den Uebler i21 mit dem geringsten Eigengewicht von 13 kg. Leider grenzt Uebler die max. Zuladung bei Stützlasten unter 75 kg stark ein. Eine Anfrage beim Hersteller brachte leider keine befriedigende Antwort. Schade, dass man auf der Webseite kaum etwas findet, wenn es um die Berechnung der max. Zuladung des Trägers geht. Es muss doch eine “wasserdichte” Berechnungsformel geben.

Antworten

Marcel 9. Februar 2021 um 11:29

Hallo Herr Schneider,

danke für die tolle Frage. In der Tat gibt es so eine Berechnungsformel und wir haben auch eine kleine Infografik in diesem Artikel dazu erstellt. Da sie mir aber schon alle Daten gegeben haben, können wir ihr Beispiel kurz durchrechnen:
Bei 65 kg max Stützlast und einem Fahrradgewicht für die zwei Bikes von 46,2 kg bleiben 18,8 kg (65 kg-64,2 kg) für das Eigengewicht des Fahrradträgers. Zu diesen Parametern habe ich hier mal den entsprechenden Produktfilter eingestellt und sehe so auch weitere Modelle von Westfalia, Thule oder Atera, die ihre Anforderungen erfüllen. Diese Hersteller geben meines Wissens keine Einschränkung für den Stützlastbereich an.

LG
ihr Team von mein-fahrradträger.de

Antworten

Thomas K. 15. April 2021 um 10:56

Hallo, gibt es bestimmte Regelungen, wenn ich einen Fahrradträger an meinem Wohnmobil auf der AHK mitführen möchte (Abstand zu den Aussenleuchten).
Oder kann ich jeden herkömmlich Träger für das Wohnmobil nutzen.

Antworten

Marcel 15. April 2021 um 22:06

Hallo Thomas,

uns ist nicht bekannt, dass für Wohnmobile andere oder spezielle Regeln gelten als für “normale” Autos, die in unserem Artikel dazu beschrieben sind. Mit der Fahrzeugbreite oder selbst einem Konflikt mit den Rückleuchten solltest Du somit keine Probleme haben, zumal der Aufbau von einem WoMo meist breit genug für einen Fahrradträger ist. Bei einem reinen Heckträger (ohne AHK) muss da schon mehr auf Nummernschild und Rückleuchten geachtet werden, aber diese sind ja bei einem AHK-Fahrradträger sowieso dabei.
Was natürlich beachtet werden muss sind die maximale Fahrzeugbeladung und die Achslast der Hinterachse deines Fahrzeugs. Oft sind diese Werte bei beladenen Wohnmobilen schon grenzwertig und mit Fahrradträger wirst Du in der Hinsicht leider eher noch weniger Freiraum haben.

Ich hoffe, das hilft Dir weiter,
Marcel vom mein-fahrradträger-team

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